Vor- und Nachteile von Leuchtdioden

Vor- und Nachteile von LEDsWir möchten Dir hier sowohl die Vorteile als auch die Nachteile von Leuchtdioden (kurz: LEDs) aufzeigen und dann auf die Einzelnen genauer eingehen. Wenn Du Dich näher mit der Funktionalität von LEDs auseinandersetzen willst bekommst Du hier einen sinnvollen Überblick über die Hauptargumente, welche für und gegen den Einsatz von Leuchtdioden sprechen. Mit unserer objektiven und ausführlichen Betrachtung wollen wir Deine Fragen im Laufe dieses Artikels vollständig klären können. Beginnen wir zunächst mit einer übersichtlichen Darstellung der hervorstechenden Punkte.
 

Vorteile von Leuchtdioden

  • Energieeffizienz
  • Unterschiedliche Farberzeugung ohne Filter
  • Sehr klein (<2mm)
  • Minimale Reaktionszeit
  • Unempfindlich gegenüber ständigem Ein- und Ausschalten
  • Entwickelt kaum Hitze
  • Einfach dimmbar
  • Stoß- und Rüttelfest (sehr stabil!)
  • Lichtausstoß kann gut fokussiert werden

Nachteile von Leuchtdioden

  • Teurer in der Anschaffung
  • Temperaturabhängige Funktion
  • Spannungssensitivität
  • Zieht Insekten an
  • Sinkende Effizienz bei steigendem Stromfluss
  • Farbwiedergabe weicht etwas von Sonnenlicht ab
  • Lichtverteilung nach Lambertschem Gesetz
  • Lichtverschmutzung
  • Elektrische Polarität (unwichtig dank technischem Fortschritt)

 

Ausführlichere Informationen zu den Vorteilen


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Ausführlichere Informationen zu den Nachteilen


Zu den Nachteilen gilt es zu beachten, dass die meisten der von uns aufgeführten, für den Verbraucher überhaupt keine Rolle spielen. Das soll heißen sie stellen eher Probleme in der Forschungsarbeit mit LEDs oder bei sehr speziellen Projekten dar. Haben jedoch keinen Einfluss darauf, was Du als Kunde beim Kauf von Leuchtdioden oder allgemein Leuchmitteln beachten musst. Für Nutzer von LED Produkten ist der wichtigste Nachteil die im Vergleich zu anderen Leuchmitteln teure Anschaffung. Außerdem ist es gut vor dem Kauf solcher Artikel zu wissen, dass diese mehr Insekten anziehen, als andere Lichtquellen und bei extremen Einsatzbereichen kann die Temperaturabhängige Funktion noch eine wichtige Rolle spielen. Die restlichen Nachteile sind Hürden, mit denen sich Bastler oder die Hersteller von LEDs auseinandersetzen müssen, aber nicht der Endverbraucher.
 

Teurer in der Anschaffung


Der Einkauf von Leuchtdioden ist im Vergleich zu anderen Leuchmitteln immer noch etwas teurer. Um die unterschiedlichen Leuchmittel miteinandern vergleichen zu können berechnet man den Preis pro Lumen. So werden alle Leuchtkörper auf ihre jeweilige Leuchtkraft heruntergebrochen und diese wiederum auf die damit verbundenen Kosten umgelegt um einen Vergleich zu schaffen. Aus dieser Berechnung ergibt sich für LEDs in der Regel ein etwas höherer Preis. Das liegt unter anderem daran, das LED Leuchmittel eine relativ niedrige Anzahl an Lumen produzieren und extra Schaltung und Netzteile verbaut haben, welche Mehrkosten verursachen.
 

Temperaturabhängige Funktion


Das Funktionieren von LED Lämpchen ist abhängig von der herrschenden Umgebungstemperatur. Diese kann die Funktion der Dioden massiv beeinflussen oder im schlimmsten Fall sogar komplett verhindern. Deshalb ist es speziell für Hersteller wichtig ausgeklügelte Systeme zur Temperaturregulierung zu entwickeln und diese in Kombination mit den Leuchtdioden zu verbauen. Mittlererweile gelingt das aber eigentlich problemlos. Toshiba beispielsweise hat schon vor einigen Jahren LEDs produziert, die in einem Bereich von -40° bis 100° Celsius ohne Komplikationen funktionieren. Anwendungsbereiche in denen die Temperaturbeständigkeit der Leuchtkörper äußerst wichtig ist, sind die Automobil-, Medizin- und Militärindustrie.
 

Spannungssensitivität


LEDs müssen mit einer Spannung versorgt werden, die deren Grenzspannung überschreitet. Stromstärke und Lebenszeit zeigen starke Schwankungen auf, wenn die Spannung nur ein kleines bisschen verändert wird. Es ist hilfreich eine Regulierung des Stromflusses vorzunehmen.
 

Zieht Insekten an


Forschungen zeigten, dass LED-Licht deutlich attraktiver für Insekten ist als beispielsweise Natriumdampflampen, welche oftmals in Straßenlaternen verbaut werden. Dieser Fakt ist vor dem Kauf von LED Leuchmitteln für den Außenbereich auf jeden Fall zu bedenken. Wobei man sagen muss, dass der Boikott von LEDs für draußen absolut schwachsinnig wäre. Klar werden Insekten eher von LED-Licht angezogen, das lässt sich nicht abstreiten. Das bedeutet aber, dass ein Insekt in freier Wildbahn, wenn es die Wahl hat eher um eine LED Leuchte schwirrt, als um eine Glühbirne. Wenn Du allerdings in deinem Garten ein Licht aufstellst, dann spielt es keine große Rolle, um welche Art von Leuchtmittel es sich dabei handelt, wenn wir davon ausgehen, dass sich in dem Garten keine weiteren Lichtquellen befinden. Denn dann fliegen die Insekten auch um eine x-beliebigen andere Leuchte.
 

Sinkende Effizienz bei steigender Stromstärke


Die Energieeffizienz von LED Leuchmitteln nimmt mit einem Anstieg der Stromstärke (=Ampere) ab. Das heißt, das Verhältnis von Lumen und Stromstärke bleibt nicht konstant, sondern nimmt mit größer werdender Stromstärke ab. Die abnahme an Energieefinzienz führt zu einer erhöhten Hitzeproduktion und diese wiederum verringert die Lebensdauer der LEDs. Deshalb gibt es eine technische Höchstgrenze für die Stromstärke in Leuchtdioden.
 

Farbwiedergabe weicht etwas von Sonnenlicht ab


Das Farbspektrum von Kalt-Weißen LEDs zeigt Abweichungen von dem der Sonne auf. Diese kleinen Abweichungen können dazu führen, dass bestimmte Farben von Objekten unter Kalt-Weißem LED Licht verändert wargenommen werden. Das ist speziell bei roten Oberflächen der Fall. Mit bloßem menschlichen Auge lässt sich diese Veränderung jedoch nur schwer ausmachen.
 

Lichtverteilung nach Lambertschem Gesetz


Das Licht, dass die Dioden ausstrahlen, wird nicht in sphärischer Form abgegeben, sondern nach den Gesetzen von Lambert. Es handelt sich bei LEDs also um sogenannte Lambert-Strahler. Auf den Verbraucher, hat dieser Fakt im Grunde keinerlei Auswirkung, da es durch verschiedene Linsen möglich ist, diesen Effekt zu manipulieren.
 

Lichtverschmutzung


Es gibt einige LEDs, die eine sehr Kalt-Weiße Farbe produzieren, deren produziertes Licht also besonders viel Kelvin hat. Dieses Licht besteht aus wesentlich kürzeren Wellen, als Licht aus herkömmlichen Quellen wie Natriumdampflampen. Dieses kurzwellige Licht, soll angeblich zu merklich stärkerem Lichtsmog führen. Lichtsmog oder Lichtverschmutzung meint die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen. Dieses Phänomen birgt laut Forschungsergebnissen die Chance, negative Auswirkungen auf uns Menschen und die Natur haben. Deshalb warnen Wissenschaftler der American Medical Association beispielsweise davor, große Lichtanlangen, wie Straßenlaternen in Großstädten komplett auf LED Leuchtmittel umzustellen.
 

Elektrische Polarität


Hierbei handelt es sich um einen Nachteil, den man heutzutage eigentlich vernachlässigen kann. Im Gegensatz zu anderen Lichtquellen die unabhängig ob Gleichstrom oder Wechselstrom Licht abgeben, können LEDs nur unter Anschluss an Gleichstrom leuchten. Es gibt allerdings Möglichkeiten, um die „Stromrichtung“ automatisch an die LEDs anzupassen. Deshalb stellt dieser Fakt für Tüftler keinen großen Nachteil mehr dar und für bloße Verbraucher schon gar nicht.
 

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